Question: Warum gibt es in Thailand so viel Sextourismus?

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Der Grund dafür sind zum einen die Motive dieser Reisenden: Oft wirkt beispielsweise auf Europäer der kulturelle Unterschied besonders aufregend. Außerdem verkörpern gerade asiatische Frauen für sie seit vielen Jahren ein gewisses Schönheitsideal.

Von Michael Lenz Korakoch Singmunag ist eine wunderschöne Frau. Jeder schaut ihr nach, wenn sie auf ihrem Moped durch Pattaya fährt, ihr langes, seidig-schwarzes Haar im Wind weht - Männer mit begehrlichen Augen, Frauen mit neidischen Blicken. Bloß, die Schönheit ist gar keine Frau. Zumindest nicht im biologischen Sinne. Aber: Sie selbst empfindet sich als Frau, denn Korakoch ist eine Katoey, wie die Thailänder Transsexuelle nennen.

Warum gibt es in Thailand so viel Sextourismus?

Die Stadt am Golf von Siam ist das Epizentrum des thailändischen Sextourismus. Auf mindestens viertausend wird die Zahl der dortigen Katoeys geschätzt. In der Hauptsaison können es noch mehr sein.

Sextourismus

Der Begriff Transgender ist ein Oberbegriff für ein breites Spektrum von Menschen, die sich mit ihrem zugewiesenen Geschlecht falsch oder unzureichend beschrieben fühlen. Auch der Transvestitismus fällt darunter. Dabei wird das Tragen der Bekleidung eines anderen Geschlechts als Ausdruck der eigenen Geschlechtsidentität verstanden.

Nicht unter Transgender fallen im Allgemeinen Intersexuelle, so genannte Zwitter und Hermaphroditen - also Menschen, deren körperliches Geschlecht uneindeutig ist.

Warum gibt es in Thailand so viel Sextourismus?

Alleine in den drei großen Kabarett-Shows Simon, Alcazar und Tiffany arbeiten laut der Katoey-Forscherin Carol Jenkins gut 1000 Transsexuelle. Das Gros ihrer Geschlechtsgenossinnen aber verkauft in den Go-Go-Bars und Bierschuppen Pattayas ihre Körper an Sextouristen aus aller Welt, die das Warum gibt es in Thailand so viel Sextourismus?

suchen. Aidsaufklärung für Katoeys sucht man bisher vergeblich. Als Frauen aber werden sie weder von der Gesellschaft noch vom Gesetz anerkannt, was sich im Alltag in vielfältigen Diskriminierungen niederschlägt.

Zum Beispiel im Gesundheitswesen, wo Katoeys, wenn überhaupt, als Männer behandelt werden. Eine der Folgen: Von den vielen in Pattaya in der Aidsaufklärung aktiven Behörden und Organisationen fühlt sich keine so wirklich zuständig für sie. Zahlen dazu gibt es keine, wieder kann nur im Vergleich mit anderen Gruppen das Ausmaß geschätzt werden.

Auf Schutz durch die Polizei können Katoeys nicht bauen. Außer Aidsaufklärung bietet das Zentrum auch Hilfe bei sozialen Problemen. Aber es ist auch einfach ein Ort zum Entspannen, unter Freundinnen zu plaudern, Erfahrungen auszutauschen oder sich gegenseitig beim Schminken und Aufbrezeln für die Nacht zu helfen. Das war ein großer Tag für Korakoch.

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