Question: Was sind Waage Menschen für Menschen?

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Die Waage ist ein lebensfroher Mensch und hat ein sehr selbstsicheres Auftreten. Ihr Optimismus und ihre Diplomatie sind fast schon legendär – ebenso die Liebe zur Wahrheit. Das siebte Sternbild der Ekliptik ist stets um Harmonie bemüht und meidet vor allem Konflikte, bei denen es um sich selbst geht.

Einleitung Vorurteile begleiten unseren Alltag. Jeder hat Vorurteile - nur man selbst nicht. Wieso erkenne ich die Vorurteile bei anderen, aber meine eigenen nicht?

Was sind Waage Menschen für Menschen?

Warum verteidige ich mich gegen den Vorwurf, ich hätte dieses oder jenes Vorurteil und versuche, mein Urteil als realitätsgerecht zu beweisen? Ist ein Vorurteil also etwas Falsches oder gar Schlechtes? Gibt es nicht auch positive Voreingenommenheiten? Karikatur: Vorurteile Karikatur: Vorurteile Im Alltagsverständnis gebrauchen wir den Begriff Vorurteil, um ausgeprägte positive und negative Urteile oder Einstellungen eines Mitmenschen über ein Vorurteilsobjekt zu bezeichnen, wenn wir diese für nicht realitätsgerecht halten und der Betreffende trotz Gegenargumenten nicht von seiner Meinung abrückt.

Da wir in unseren Urteilen zumeist nur unsere Sichtweise wiedergeben und Urteile fast immer gewisse Verallgemeinerungen enthalten, sind in jedem Urteil Momente des Vorurteilshaften zu finden. Begriffsbestimmung In dieser Allgemeinheit ist der Begriff Vorurteil aber wenig brauchbar. Deshalb hat die Vorurteilsforschung, im Wesentlichen die Psychologie, die Sozialpsychologie und die Soziologie, ihn stärker eingegrenzt und von anderen Urteilen und Einstellungen abgehoben. Der Vorurteilsbegriff ist wesentlich durch seinen normativen, moralischen Gehalt bestimmt.

Demnach unterscheiden sich Vorurteile von anderen Einstellungen nicht durch spezifische innere Qualitäten, sondern durch ihre soziale Unerwünschtheit. Vorurteile verletzen diese Rationalitätsnorm durch vorschnelles Urteilen ohne genauere Kenntnis des Sachverhaltes, durch starres, dogmatisches Festhalten an Fehlurteilen, indem triftige Gegenargumente nicht anerkannt werden, und durch falsche Verallgemeinerungen, die von Einzelfällen auf allgemeine Gültigkeit schließen. Vorurteile lassen eine faire Abwägung der jeweils besonderen Umstände vermissen, unter denen Mitglieder anderer Gruppen bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen zeigen.

Vorurteile sind demnach stabile negative Einstellungen gegenüber einer anderen Gruppe bzw. Zustimmung zu den Schuldaussagen Zustimmung zu den Schuldaussagen Auf Grund dieses normativen Gehalts sind Vorurteile nicht absolut, sondern nur relativ auf ein bestehendes Wertsystem hin zu definieren, nämlich als Abweichung von den Wissens- und Moralstandards einer Gesellschaft.

Der Bestand an Vorurteilen hat sich also im Laufe der Geschichte verändert und ist je nach sozialen Gruppen Schichten, Ethnien, Religionsgemeinschaften verschieden. Was heute für jedermann als lächerliches Vorurteil gilt zum Beispiel der Hexenglaubehat einmal zu den Was sind Waage Menschen für Menschen? Gewissheiten von Kirche, Wissenschaft und Öffentlichkeit gehört. Wenn man davon ausgeht, dass auch in der Gegenwart starke Unterschiede im Wissensstand und in den Vorstellungen über Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit zwischen Generationen, sozialen Schichten, Religionsgemeinschaften und ethnischen Gruppen bestehen, ist leicht einzusehen, dass es häufig umstritten ist, ob die als gültig geäußerte Beschreibung einer Gruppe Stereotyp richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht, human oder inhuman ist.

Gegenbeispiele richten bekanntlich wenig aus, da man sie als Ausnahmen abwerten kann. Das Was sind Waage Menschen für Menschen? von Vorurteilen hängt demnach von der Fähigkeit und der Bereitschaft ab, die eigenen Urteile und Bewertungen kritisch auf ihre Rationalität, ihre Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit zu prüfen und die möglicherweise abweichenden Perspektiven anderer einzubeziehen.

Da man gewöhnlich von seinen eigenen Vor- Urteilen fest überzeugt ist, zumal wenn sie wichtige Züge der eigenen Person oder Gruppe betreffen, ist die Überwindung von Vorurteilen ein langwieriger und schmerzhafter Prozess des Umlernens. Häufig ist er mit der Aufgabe von Dominanz und nicht gerechtfertigten Privilegien verbunden.

Auch in der europäischen Geschichte ist die Fähigkeit zur Kritik der eigenen Weltanschauung und Dominanz ein - oft schwieriger - Prozess hin zu Selbsterkenntnis und Pluralismus gewesen. Zu einer solch neuen Weltsicht zwang das Zeitalter der großen Entdeckungsreisen, die das eurozentrische Weltbild und die fraglose Selbstverständlichkeit von Sitten und Überzeugungen erschütterten.

Die Forderung nach religiöser Toleranz war eng mit der nach einer vorurteilsfreien Haltung verbunden, nämlich auch andere religiöse Überzeugungen zuzulassen. Die Kritik der Aufklärungsphilosophie im 18. Jahrhundert richtete sich besonders gegen den dogmatischen Anspruch der Religionen auf wahre Urteile. Gegenüber dem Vorwurf, sich auf Betrug und Unwissenheit zu stützen, musste sich die Religion nun vor der Vernunft rechtfertigen.

Offenbar unterliegen Vorurteile nämlich keinen besonderen Denkgesetzen, sondern folgen den allgemeinen psychischen Regeln des Denkens, Fühlens und Handelns siehe folgenden Abschnitt.

Eine Reihe anderer Theorien versucht zu erklären, wie die individuellen Unterschiede der Empfänglichkeit für Vorurteile zu erklären sind. Andere Theorien fragen nach dem Einfluss der Dynamik von Gruppenbeziehungen auf die Entwicklung von Vorurteilen, während sich wieder andere mit ihrer Weitergabe von einer Person zur nächsten befassen.

Kann sich der Einzelne gegen eigene und fremde Stereotype wappnen, oder ist er ihnen hilflos ausgeliefert? Was passiert, wenn man Vorurteile unterdrückt? So ließ der Psychologe etwa Studenten Aufsätze über Ausländer verfassen unter der Auflage, jedes ausländerfeindliche Klischee zu vermeiden. Als er seine Probanden hinterher dem Assoziationstest unterwarf, zeigte sich, dass die Intensität ihrer Vorurteile nicht etwa schwächer, sondern stärker geworden war. Was sind Waage Menschen für Menschen?

Vorurteile unterdrückt, wirken sie umso massiver, lautet Försters Hypothese. »Das ist das bekannte Phänomen des rosa Elefanten: Wenn man nicht an ihn denken soll, denkt man an nichts anderes. « Gelänge es dagegen, so seine Vermutung, das Denken zu »entkrampfen«, die unterdrückten negativen durch positive Assoziationen zu ersetzen, könnte man sich vielleicht leichter von ihnen lösen. Ein anderes Phänomen, dem er in seinen Projekten nachgeht, ist das der Selffulfilling Prophecy, der »sich selbst erfüllenden Prophezeiung«.

Stereotype beeinflussen nicht nur das Denken derer, die sie aussprechen, sondern auch diejenigen, auf die sie gemünzt sind. So schnitten blonde Studentinnen bei Intelligenztests immer dann schlechter ab, wenn man ihnen zuvor Blondinenwitze erzählt hatte. Selbst wesentlich subtilere Einflüsse zeigen Wirkung. Wenn Frauen vor dem Lösen mathematischer Aufgaben einen Fragebogen mit persönlichen Angaben ausfüllen und darin auch ihr Geschlecht angeben müssen, zeigen sie schlechtere Leistungen.

Daraus schließt die Sozialpsychologie: Fokussiert man die Aufmerksamkeit der Frauen stärker auf ihr Geschlecht, aktiviert man in ihnen das unbewusste Vorurteil, Frauen seien in Mathematik minderbegabt. Umgekehrt schnitten Männer im Vergleichstest schlechter ab, wenn ihre Sprachkompetenz gefragt war. Dass Misserfolgserwartungen die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, ist seit den frühen 1970er Jahren bekannt. Försters Forschung geht einen Schritt weiter.

Er konnte zeigen, dass Leistungen nicht generell, sondern nur in bestimmter Weise gemindert werden. Dazu ließ er beispielsweise Frauen und Männer dünne Drähte in Fliegengitter Was sind Waage Menschen für Menschen?.

Wurde diese Aufgabe als »Stickarbeit« angekündigt, arbeiteten die Frauen meist schneller als Männer, allerdings auch weniger sorgfältig. Wurde die Arbeit dagegen als technische Aufgabe ausgegeben, war der Effekt umgekehrt: Die Männer absolvierten sie schneller, aber schlampiger. Positive Konditionierung, glaubt Förster, wirkt sich nicht nur auf die Schnelligkeit, sondern auch auf die Kreativität günstig aus; eine negative Voreinstellung dagegen schärft die Genauigkeit, Selbstdisziplin und Analysefähigkeit.

Psychische Mechanismen Alle Vorurteilstheorien nehmen an, dass die Einstellung einer Gruppe gegenüber mit den Eigenschaften verbunden ist, die man als positiv oder negativ an ihr wahrnimmt. Es besteht allerdings Uneinigkeit darüber, was Ursache und was Wirkung ist: Die Einstellung einer Person zu einer Gruppe kann von den Eigenschaften bestimmt sein, die sie an den Menschen einer Gruppe wahrzunehmen glaubt, umgekehrt können sich die Eigenschaftszuschreibungen ändern, Was sind Waage Menschen für Menschen?

sich die gefühlsmäßige Einstellung ändert. Dieses Beispiel zeigt, dass keine Übereinstimmung zwischen der Realität und unserer subjektiven Wahrnehmung bestehen muss. Zahlreiche Faktoren wie Interessen, Erfahrungen, Bedürfnisse und Motive bestimmen mit, was und wie wir etwas selektiv wahrnehmen. Die kognitive Psychologie hat eine Reihe von psychischen Effekten entdeckt, die die Bildung von Stereotypen festen Vorstellungsklischeesdie Veränderung von Gedächtnisinhalten entsprechend unserem Vorwissen und die Einschätzung von Differenzen und Ähnlichkeiten zwischen Objekten beeinflussen.

Zur Orientierung in unserer Umwelt müssen wir Kategorien bilden, um die eintreffenden Informationen zu Was sind Waage Menschen für Menschen?. So kategorisieren wir zum Beispiel eine Person nach ihrem Geschlecht, Alter oder ihrer Hautfarbe. Diese im Laufe der Erziehung gelernten Kategorien sind jedoch überwiegend nicht neutral, sondern schließen Wertungen ein, die sich auf die kategorisierten Objekte übertragen.

Sie bevorzugten beim Spielen ganz deutlich Puppen mit heller Hautfarbe. Diese Kategorisierung war in der Gesellschaft so dominant, dass sie sogar von den dadurch diskriminierten afroamerikanischen Kindern angewendet wurde. Die Mitglieder innerhalb einer Gruppe werden als ähnlicher beurteilt, als sie tatsächlich sind, während die Unterschiede zwischen den Angehörigen verschiedener Gruppen überbewertet werden. Insbesondere wenn der Urteilende selbst Mitglied einer der Gruppen ist, überschätzt er die Homogenität seiner Eigengruppe.

Wenn ich also glaube, ein anderer Mensch habe ähnliche Überzeugungen wie ich, erscheint er mir sympathischer als jemand, bei dem ich von Differenzen ausgehe. Ein Beispiel ist die Wahrnehmung von Kriminalität: Während wir bezüglich der Eigengruppe bei Straftaten nach Alter, sozialer Schicht, Deliktarten, belasteten Stadtteilen usw. Schlechte Schulleistungen von Einwanderern werden zum Beispiel nicht ungünstigen sozialen und familiären Verhältnissen der Kinder zugerechnet, sondern gelten als Zeichen für niedrigere Intelligenz und Faulheit.

Bei den einheimischen Kindern sucht man zur Erklärung nach äußeren Einflüssen, die eine bessere Schulleistung verhindern.

Vorurteile entstehen also, weil für Unterschiede zwischen Gruppen nicht Unterschiede in ihren Lebensbedingungen verantwortlich gemacht werden, sondern innere, unveränderliche Ursachen.

Was sind Waage Menschen für Menschen?

Diese Relativität der Eigenschaftszuschreibungen kann man in Europa entlang einer West-Ost und einer Nord-Süd-Achse verfolgen: Von Westen nach Osten hält sich jede westlichere Nation für zivilisierter und kultivierter als ihre östlichen Nachbarn. Von Osten nach Westen gilt der jeweils westliche Nachbar als arrogant Besser-Wessi und oberflächlich. Von Norden nach Süden hält man den südlichen Nachbarn für temperamentvoller, aber auch für unordentlicher und unzuverlässiger als sich selbst, während in umgekehrter Richtung die nördlichen Nachbarn als stur, kühl und langweilig gesehen werden.

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Wir besitzen demnach Wahrnehmungsformen, die bei normalem Funktionieren eine gewisse Tendenz zur Stereotypie und Vorurteilsbildung aufweisen. Diese kognitive Dimension Stereotypenbildung ist jedoch nur eine Dimension des Vorurteils. Individualpsychologische Theorien wie die Psychoanalyse, die Theorie der autoritären Persönlichkeit und Frustrations-Aggressionstheorien konzentrieren sich stärker auf die emotionale Dimension Antipathie.

Die Tatsache, dass Vorurteile so schwer aufzugeben sind, deutet darauf hin, dass sie wichtige psychische Funktionen für die Lösung Was sind Waage Menschen für Menschen? Konflikte besitzen. Die genannten Theorien nehmen an, dass Vorurteile gegenüber Fremdgruppen auf innere oder äußere Konflikte einer Person zurückgehen dies können innere Triebkonflikte sein, Konkurrenzerfahrungen, Frustrationen aller Artmit denen sie nicht fertig wird.

Eine starke Persönlichkeit löst Konflikte rational oder lernt, Frustrationen bis zu einem gewissen Grad hinzunehmen. Dagegen wählt ein schwaches Ich entweder passive Konfliktlösungen und flüchtet sich in Teilnahmslosigkeit. Karikatur: Vorurteil Karikatur: Vorurteil Negative Gefühle und Aggressionen werden dann auf Personen oder Gruppen umgelenkt, von denen aufgrund ihrer Machtlosigkeit Widerstand und Bestrafung nicht zu erwarten sind.

Genau diese Eigenschaft - und nicht etwa spezifische andere Merkmale - machen schwache Minderheiten zum bevorzugten und austauschbaren Opfer Sündenbocktheorie. Rechtsextreme Jugendliche haben nicht nur etwas gegen linke Antifaschisten, sondern auch gegen Ausländer, Juden, Obdachlose, Behinderte und Homosexuelle.

Psychologen sehen darin einen Hinweis auf unterdrückte eigene Triebwünsche, die auf andere projiziert und dann dort bekämpft werden. Individuelle Unterschiede Konflikte machen nicht alle Personen in gleichem Maße anfällig für Vorurteile. Wie oben gesagt, spielt ein schwaches Ich, ein gering ausgebildetes Selbstvertrauen eine wichtige Rolle, das seinen Ursprung in frühkindlichen Identitätsbildungsproblemen hat: in ungelösten Autoritätskonflikten mit dem Vater Ödipuskonfliktin einer autoritären, strafenden, lieblosen und wenig auf die Interessen des Kindes eingehenden Erziehung oder aber im Fehlen einer emotionalen Bindung des Kindes an seine Eltern.

Während sicher-autonome Persönlichkeiten mit Konflikten sachlich umgehen können, tendieren autoritäre Persönlichkeiten dazu, ihre Konflikterfahrungen mit der Familie und der Eigengruppe abzuwehren Realitätsverleugnung und Verweigerung von Selbstbeobachtung und sie statt dessen auf aggressive Weise gegen-über Schwächeren abzureagieren Projektion, Aggressionsverschiebung.

Diese Personen zeichnen sich neben Aggression auch durch Unterwürfigkeit gegenüber Stärkeren und durch Konformismus aus. Andere Theorien, wie die des Dogmatismus, betonen die Bedeutung kognitiver Faktoren. Untersuchungen belegen, dass der Faktor Bildung einen wichtigen Einfluss auf fremdenfeindliche Einstellungen besitzt.

Was sind Waage Menschen für Menschen? großes Wissen, aber vor allem intellektuelle Flexibilität, die Bereitschaft, neue Erfahrungen zu machen, Kritik zu verarbeiten und andere Standpunkte einzunehmen, gehen mit einer geringeren Neigung, Vorurteile zu bilden, einher. Gruppenbeziehungen Vorurteile haben jedoch nicht nur eine Funktion in psychischen, sondern auch in sozialen Konflikten. In jedem Krieg wird der innere Zusammenhalt der Nation und die Bereitschaft, für sie zu kämpfen, durch eine negative Bewertung des Feindes gestärkt.

Mit der Entstehung und Mobilisierung von Vorurteilen in sozialen Konflikten hat sich die Gruppensoziologie befasst. Der amerikanische Sozialpsychologe Muzafer Sherif hat bereits Was sind Waage Menschen für Menschen? den 1950er Jahren berühmt gewordene Experimente durchgeführt, in denen er in einem Ferienlager eine Gruppe von zwölfjährigen Jungen willkürlich in zwei Gruppen einteilte und diese in Wettbewerbs- und Kooperationssituationen beobachtete.

Brachte man die beiden verfeindeten Gruppen später in Situationen zusammen, in denen sie kooperieren mussten, lösten sich Vorurteile und Rivalität wieder auf. Offenbar haben negative Bewertungen der fremden Gruppe eine integrierende Funktion für die Eigengruppe: Sie verstärken den Zusammenhalt und vergrößern die innere Homogenität, indem sie interne Spannungen überdecken.

Damit erleichtern sie interne Entscheidungsprozesse und freundschaftliche Beziehungen, erzeugen höhere Motivation, für die Gruppe zu arbeiten, und erleichtern das Lernen der Gruppennormen. Diese als Ethnozentrismus Was sind Waage Menschen für Menschen? Haltung auf ganze Gesellschaften bezogen spricht man von Nationalismus hat aber auch negative Wirkungen: die verzerrte Wahrnehmung anderer Gruppen, erhöhte Konfliktbereitschaft, da Fremdgruppen als potenziell bedrohlich erscheinen, und eine geringe Wandlungsfähigkeit, da man sich gegen fremde Einflüsse abschottet.

Es ist in der Sozialpsychologie umstritten, ob es reale Interessenkonflikte und Wettbewerbssituationen zwischen Gruppen sein müssen, die zu Was sind Waage Menschen für Menschen? Vorurteilen und zu Feindseligkeit führen, oder ob nicht auch andere soziale Problemlagen, die als Bedrohung der Gruppenposition erlebt werden, ähnliche Folgen haben, etwa Wirtschaftskrisen, Einwanderung, Kriminalität. Neuere Forschungen Was sind Waage Menschen für Menschen?

die Bedeutung von Intergruppenangst als Ursache für die Entstehung von Vorurteilen hervor, wobei sie verschiedene Bedrohungsdimensionen unterscheiden. Es reicht aus, dass sich Individuen oder Gruppen im Vergleich zu anderen benachteiligt fühlen, um entsprechende Vorurteile entstehen zu lassen. Wichtig für die Vorurteilsbildung ist dabei weniger das Gefühl persönlicher Benachteiligung als vielmehr das einer Schlechterstellung der Eigengruppe.

Moderne, in stetem Wandel begriffene Gesellschaften produzieren ständig Situationen von Konkurrenz und Unsicherheit und damit Anlässe für Vorurteilsbildung, da immer Individuen und soziale Gruppen relativ zu anderen in ihrem sozialen Status absteigen und neue ethnische Gruppen zuwandern.

QuellentextRassismus ist anerzogen Die ersten und wichtigsten Informationen erhalten wir von Menschen aus unserer nächsten Umgebung, von Menschen, die für uns sorgen und die uns verhätscheln, die uns lieben, so wie wir sie.

Kinder besitzen ein felsenfestes Vertrauen in die Welt und ihre Mitmenschen, und zudem verfügen sie über ein noch fast intaktes intuitives Gefühl für das, was gut ist und was nicht.

Warum dürfen sie mit dem einen Kind spielen und mit dem anderen nicht? Warum dürfen sie nichts über die schwarze Frau sagen? Kindern fehlt die Logik des Rassismus und jeder anderen Konditionierung. Sie spüren, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Was sind Waage Menschen für Menschen?, dass die Menschen, denen sie vertrauen und die sie lieben, ihnen, wenn auch nicht aus böser Absicht, Unwahrheiten vorspiegeln, ruft einen heftigen emotionalen Schock hervor. Sie müssen das, was ihnen erzählt wird, und die Gefühle, die dadurch freigesetzt werden, herunterschlucken.

Rassistische Informationen werden so mit einem emotionalen Schock, mit Enttäuschung und Ohnmachtsgefühlen verbunden. Im Leben eines Kindes gibt es regelmäßig Was sind Waage Menschen für Menschen?, in denen die Reaktionen Erwachsener Verwirrung stiften, die unbemerkt zu rassistischem Denken führt.

Leute erzählen immer wieder, wie sie, als sie zum erstenmal einem Schwarzen begegnet sind, spontan und kindlich ihre Überraschung zum Ausdruck gebracht hatten. Sehr viele Menschen haben in ihrer Kindheit solche Erfahrungen gemacht. Und gerade dies ist die Barriere, die sich uns in der Bekämpfung des Rassismus tagtäglich entgegenstellt.

Unverarbeitete Gefühle bilden ein Hindernis, das die Verarbeitung der nachfolgenden Erfahrungen blockiert. Dieser Vorgang ist mit dem Funktionieren einer Druckerpresse zu vergleichen.

Durch eine falsche Zufuhr von Informationen entstehen Fehldrucke, die zu einer emotionalen Störung führen. Im Moment der emotionalen Störung kommt es zu einer emotionalen Blockade. Alle Informationen, die später hereinkommen, werden blockiert und nicht mehr hinreichend verarbeitet. Konfrontationen, die unbegreiflich, verwirrend und schmerzhaft sind, werden bei einem möglichen nächsten Mal vermieden. Vor acht Jahren fragte ich eine schwarze Freundin, was ihrer Meinung nach für rassistisches Verhalten in Holland typisch wäre.

Wenn sie dich kennen, ignorieren sie, dass du schwarz bist, und wollen den Unterschied zwischen uns nicht wahrhaben. Es kommt mir oft so vor, als existierte ich nicht.

Es zeigt, wie wichtig es ist, zu schwarzen Menschen in Kontakt zu treten. Es ist häufig der erste Schritt auf dem Weg zu einer Befreiung vom Rassismus. Bis jetzt scheinen die Privilegien schwerer zu wiegen als alle Nachteile und auch Was sind Waage Menschen für Menschen?

Veränderungen, die eine Preisgabe der Überlegenheit mit sich bringen würden. Wie Was sind Waage Menschen für Menschen? gesagt, liegen die Vorteile auf ökonomischem, kulturellem, psychologischem und politischem Gebiet. Weiße verfügen über mehr Geld, mehr Macht, die besten Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten.

Weiße haben immer die besseren Karten. Auch wenn sie von anderen Unterdrückungsformen betroffen werden, sind die größeren Chancen auf ihrer Seite. Diese Vorteile haben stets überwogen, nicht zuletzt, weil die Nachteile aufgrund der Unterdrückungsstruktur nur sehr selten sichtbar werden.

Waage und die Sexualität

Rassismus ist nicht angeboren, sondern anerzogen. Er wird jedem Individuum wohl oder übel aufgezwungen und hinterlässt einen Berg unverarbeiteter Emotionen.

Lida van den Broek, Am Ende der Weissheit: Vorurteile überwinden, Berlin 1993, S. Erlernen von Vorurteilen Im Alltag bilden wir Vorurteile jedoch zumeist gar nicht durch persönliche Erfahrungen oder Konflikte mit Mitgliedern einer anderen Gruppe aus: Wer kommt heute in Deutschland noch mit einem Juden in persönlichen Kontakt? Und ist nicht die Ausländerfeindlichkeit in den neuen Bundesländern am verbreitetsten, obwohl dort nur wenige Ausländer wohnen?

Dies deutet darauf hin, dass Vorurteile häufiger übernommen als selbst gebildet werden, zumal es in jeder Kultur einen Vorrat an fraglos gegebenen Einstellungen, Normen und Wissen gibt, zu dem nicht zuletzt Vorurteile gehören. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind auch Merkmale von Gesellschaften und äußern sich entsprechend in gesetzlichen Regelungen und darin, wie Verwaltung, Schule oder Polizei mit Fremdgruppen umgehen.

Die Lernpsychologie und die Sozialisationstheorie nehmen an, dass vorhandene soziale Wertungen gegenüber anderen Gruppen von der Familie, Freunden, der Schule und heute primär auch durch die Massenmedien vermittelt werden.

Neuere Studien weisen einen starken Einfluss der Fremdenfeindlichkeit von Eltern auf Was sind Waage Menschen für Menschen? Einstellung ihrer Kinder nach. Auch andere Familieneinflüsse wie elterlicher Erziehungsstil, rücksichtslose Selbstdurchsetzung und Gewalt verstärken Vorurteile gegen Minderheiten und Diskriminierungstendenzen der Kinder. Hier finden Lernprozesse durch Imitation, Beobachtung, durch Identifikation mit Vorbildern, durch direkte Instruktion, Verbote und Strafen statt.

Psychologische Studien haben gezeigt, dass sich das Zugehörigkeitsgefühl zu einer ethnischen Gruppe um das fünfte Lebensjahr herauszubilden beginnt, wobei eigene Kontakte zu Menschen aus anderen ethnischen Gruppen keine Rolle spielen. Vielmehr übernehmen die Kinder die Unterscheidung und die negative Wertung von ihren Bezugspersonen. Der Lernprozess ist jedoch damit nicht abgeschlossen, sondern neue Bezugsgruppen, Organisationen, aber auch anonymere Einflüsse wie Sprache SprichwörterMassenmedien und Propaganda beeinflussen die Einstellungen zu anderen Gruppen negativ.

Zum rassistischen Diskurs gehört auch die Leugnung, rassistisch zu sein. Diese Vorurteile dienen nach Auffassung der Theorie der sozialen Dominanzorientierung dazu, soziale Rangordnungen festzulegen und zu rechtfertigen. Individuen neigen je nach ihrer Persönlichkeitsstruktur siehe oben dazu, solche sozialen Dominanzorientierungen zu übernehmen, also etwa ethnische Gruppen nicht als gleich, sondern in Was sind Waage Menschen für Menschen? Rangordnung zu sehen. Diskriminierung Die Existenz von Vorurteilen wäre weniger bedeutsam, wenn diese in den Köpfen der Menschen eingeschlossen blieben und sich nicht in diskriminierendem Verhalten niederschlügen.

Wie aber Einstellung und Verhalten genau zusammenhängen, darüber streiten die Experten. Zahlreiche Experimente haben gezeigt, dass etwa verbal geäußerte Einstellungen nicht unbedingt mit dem tatsächlich gezeigten Verhalten übereinstimmen. Als dann tatsächlich Farbige dort ein Zimmer verlangten, wurde es ihnen jedoch nicht verweigert. Offensichtlich ist der Druck der moralischen Norm, Menschen gleich und mitmenschlich zu behandeln, größer, wenn man einer Person gegenübersteht.

Es spielen also situative Einflüsse eine Rolle: Wird mein diskriminierendes Verhalten von den Anwesenden oder von der Gesellschaft gebilligt oder muss ich mit einer Bestrafung rechnen?

Was sind Waage Menschen für Menschen?

In welcher Stimmung befinde ich mich gerade? Muss ich mit Gegenwehr rechnen? Agiere ich allein oder muss ich Gruppennormen folgen? Neben der konkreten Situation spielen Persönlichkeitsmerkmale eine Rolle Aggressivität, die Tendenz, die Schuld bei sich oder eher bei anderen zu suchenaber auch kulturelle Traditionen, Schichtzugehörigkeit und Ähnliches.

Doch unabhängig von situativen Gegebenheiten hat sich das Vorhandensein von Vorurteilen, zum Beispiel von fremdenfeindlichen Einstellungen, als wichtige Voraussetzung für diskriminierendes Verhalten erwiesen.

Menschenversuch

Diskriminierungen bis hin zur Anwendung von Gewalt können andererseits auch ohne Vorurteil und Hass auskommen. Die berühmten Experimente des Wissenschaftlers Stanley Milgram an der Universität New York haben bereits Anfang der 1960er Jahre Folgendes erwiesen: Versuchspersonen, die ihr Opfer nicht kannten und sahen, waren dennoch bereit, es mit lebensgefährlichen Stromstößen für falsche Antworten zu bestrafen, wenn ihnen dies vom Versuchsleiter befohlen wurde.

Wissenschaftliche Autorität reichte aus, um Personen zur Ausübung von Gewalt zu veranlassen. Im so genannten Stanford-Experiment wurden 1971 Studenten der amerikanischen Stanford-Universität in willkürlicher Zusammenstellung jeweils in Gefängniswärter und Gefangene eingeteilt.

Dies animierte die Gruppe der Wärter zu gewalttätigen Übergriffen. Freilich verhielt sich die Opfergruppe, sobald die Rollen gewechselt waren, keineswegs anders. Dies deutet darauf hin, dass Diskriminierungen auch allein durch äußere Anreize, Rollennormen, Befehle, Gruppensolidarität oder Machtgenuss motiviert sein können. Gegenmaßnahmen Ob und wie Vorurteile abgebaut werden können, darauf geben die wissenschaftlichen Was sind Waage Menschen für Menschen? unterschiedliche Antworten und empfehlen ganz verschiedene Strategien.

Sie stimmen darin überein, dass Vorurteile schwer zu ändern sind, vor allem dann, wenn sie schon in früher Kindheit erworben, stark emotional verankert und für das Selbstverständnis der Person bedeutsam sind. Individualpsychologische und psychoanalytische Theorien, die innere psychische Konflikte und problematische Eltern-Kind-Beziehungen autoritär-strafende Erziehung, emotional abweisende Eltern als Hauptursachen für Vorurteilsbildung ansehen, setzen auf psychotherapeutische Behandlung und Veränderung von Erziehungsstilen.

Hierher gehört auch Was sind Waage Menschen für Menschen? Förderung von Selbstwertgefühl und Eigeninitiative, die der Person das Gefühl geben, die Kontrolle über ihr Leben zu besitzen und nicht ein Spielball äußerer Einflüsse zu sein.

Nach gruppensoziologischen Erkenntnissen tragen positive Kontakte zwischen Gruppen zum Abbau von Vorurteilen bei, wenn sie ohne Statusunterschiede und Konkurrenz als für beide Seiten vorteilhaft eingeschätzt werden. Begünstigende Faktoren in der Kontaktsituation sind zudem ein gemeinsames Ziel, Gelegenheit zu persönlichen Beziehungen und die Förderung durch Prestigepersonen oder Institutionen. Da Vorurteile sich bereits im späten Jugendalter stabilisieren, ist vor allem in der Schule interkulturelle Erziehung von herausragender Bedeutung.

Die internationale Forschung hat eine positive Wirkung kooperativer Unterrichtsprogramme auf die gegenseitigen Ressentiments, die schulische Leistung und das Selbstwertgefühl der Beteiligten nachgewiesen. Angelehnt an die Theorie Muzafer Sherifs, arbeiten ethnisch heterogene Kleingruppen an der Realisierung einer Gesamtaufgabe, wobei gleichberechtigte und von den Lehrern geförderte persönliche Kontakte im Vordergrund stehen. Andere Möglichkeitenpositiver ethnischer Kontakte sind Schüleraustauschprogramme und der Aufbau von E-Mail-Kontakten zwischen Schulklassen verschiedener Länder.

Schule und Bildung können aber auch über indirekte interkulturelle Begegnungen zum Abbau von Vorurteilen beitragen, etwa durch die Verwendung multikultureller Unterrichtsmaterialien und Curricula oder durch Informationsprogramme wie den Culture Assimilations.

In diesem Selbstlernprogramm werden häufig auftretende Konfliktsituationen vorgegeben, mit deren Lösung Verständnis für kulturelle Differenzen und die Relativität des eigenen Standpunkts entwickelt werden kann. Ähnliche Forderungen betreffen eine sachgerechte Berichterstattung der Massenmedien. Die auf diese Weise geforderten Verhaltensänderungen gegenüber diskriminierten Gruppen führen erfahrungsgemäß auch zu einem positiven Einstellungswandel, während umgekehrt politische und rechtliche Ausgrenzung Vorurteile verstärkt.

Da es theoretisch abgeleitete Bekämpfungsstrategien mit Erfolgskontrolle bisher kaum gibt, wird es sinnvoll sein, die genannten Strategien parallel zu verfolgen.

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