Question: Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Die Anordnung eines Wechselmodelles auch gegen den Willen eines Elternteils ist möglich. Dabei kann dies sowohl auf der Grundlage und im Rahmen einer Umgangsregelung als ggf. auch im Rahmen einer sorgerechtlichen Entscheidung geschehen (vgl. BGH, Beschluss vom 01.02.2017, XII ZB 601/15).

Kann Vater Wechselmodell ablehnen?

Die Anordnung eines Wechselmodelles auch gegen den Willen eines Elternteils ist möglich. Dabei kann dies sowohl auf der Grundlage und im Rahmen einer Umgangsregelung als ggf. auch im Rahmen einer sorgerechtlichen Entscheidung geschehen (vgl. BGH, Beschluss vom 01.02.2017, XII ZB 601/15).

Wie bekomme ich als Vater das Wechselmodell?

Wechselmodell auch gegen den Willen des anderen Elternteils möglich. Auf Antrag eines Elternteils kann das Familiengericht auch gegen den Willen des anderen Elternteils nach einer Trennung das „paritätische Wechselmodell“, also die etwa hälftige Betreuung des Kindes durch beide Eltern, als Umgangsregelung anordnen.

Wie bekommt man Wechselmodell?

Das Wechselmodell ist nach der Rechtsprechung des BGH (BGH, Beschluss vom 01.02.2017, XII ZB 601/15 – Rn. 27) anzuordnen, wenn die geteilte Betreuung durch beide Eltern im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht. Es geht also um eine Einzelfallbetrachtung..

Rechtsgebiete: 50 18423 Aufrufe Diese Entscheidung war mit großer Spannung erwartet worden. Ich zitiere die Leitsätze: a Eine gerichtliche Umgangsregelung, die im Ergebnis zu einer gleichmäßigen Betreuung des Kindes durch beide Eltern im Sinne eines paritätischen Wechselmodells führt, wird vom Gesetz nicht ausgeschlossen.

Auch die Ablehnung des Wechselmodells durch einen Elternteil hindert eine solche Regelung für sich ge- nommen noch nicht. Entscheidender Maßstab der Regelung ist vielmehr das im konkreten Einzelfall Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Kindeswohl. Dem Kindeswohl entspricht es daher nicht, ein Wechselmodell zu dem Zweck anzuordnen, eine Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit erst herbeizuführen. Spätestens durch Vaterschaftsanerkennung wird offiziell die Elternschaft komplett, kommuniziert Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

kooperiert. Auch innerhalb bestehender Beziehungen müssen Kinder mit streitenden Eltern leben und nicht selten Vermittler und manchmal auch Prellbock spielen. Solange das nicht akute Gefahr bedeutet, kommt der Staat aber Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? auf die Idee, die Kinder wegzuholen oder sie etwa dem Kompromisslosesten zu überlassen.

Aus dieser schlichten und pauschalen Annahme ist ein monströser an der Realität ächzend schrammender Eisberg des Familienrechts gewachsen. Für die vorherige Verwechslung bitte ich um Entschuldigung. Dieses Zitat oben aber sehe ich, ohne selbst Richter zu sein, als eine Verkennung der praktische Erfahrungen von allen Menschen an, die selber Kinder mit einem Partner von der Geburt an gemeinsam erzogen haben und die Erziehungsgrundsätze gemeinsam getragen haben.

Wenn diese Partner sich trennen, auch räumlich trennen, dann kann das gemeinsame Kind schon nicht mal so einfach wechselseitig in den Kindergarten gebracht werden, oder auch mit ihm über alltägliche Schulprobleme usw. Das weiß Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

auch jeder Familienrichter mit eigenen Erfahrungen. Richter-Bashing, auch bei aller berechtigter Kritik an der Justiz im allgemeinen und an den Familiengerichten im besonderen. Ein paar Leitsätze, persönliche Vorlieben und der enge Spielraum, den die Instanzenhierarchie dem Einzelrichter dafür lässt, sind die Grundlage der gerichtlichen Feststellung.

Beschlüsse schwelgen in phrasenhaften Zitaten, schlechtem Deutsch, Tatsachenarmut und der beherrschenden Überzeugung einer Erhabenheit der Richterschaft. Natürlich gibt es Ausnahmen davon und unbeirrbar, vernünftige Richter.

Eine zarte Hoffnung auf Veränderung des Üblichen. Man kann die tausendfachen, tatsächlichen Erfahrungen Betroffener und die mehr und mehr Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? Tage tretenden gesellschaftlichen Folgen der juristischen Fehlleistungen zwar immer weiter leugnen, aber die Realität bleibt real und wird Konsequenzen fordern. Ein Familienrecht, dass Schwierigkeiten in Beziehungen zu unversöhnlichem Streit und Kampf um die Existenz und soziale Teilhabe befördert, hat keine Daseinsberechtigung.

Wie ein Gebührenautomat ohne Leistungsangebot. Gast schrieb: Solange das nicht akute Gefahr bedeutet, kommt der Staat aber nicht auf die Idee, die Kinder wegzuholen oder sie etwa dem Kompromisslosesten zu überlassen. Aus dieser schlichten und pauschalen Annahme ist ein monströser an der Realität ächzend schrammender Eisberg des Familienrechts gewachsen. Ich finde der Kommentar trifft die Intension der Gerichte gut. Man gibt zwar humanitär vor, dass es immer um das Kindeswohl gehe.

Wer kennt die Geschichte einer gescheiterten Ehe und die Auswirkung auf die Kinder wirklich? Die Sachverständigen, welche dies in 2 bis 4 Stunden analysieren? Mutter betreut, Vater zahlt ist ein gut funktionierendes System. Und wenn es nicht funktioniert, kann immer noch der Staat einspringen. Und vom Vater kann man einiges holen, ohne theatralisch zu werden, bis sprichwörtlich aufs letzte Hemd.

Die Gesetzgebung ist hier eisenhart. Ich selber als berufstätiger Vater habe keine Chance gehabt für meine Kinder 11,15,15 sorgen zu dürfen. Mutter hat zwar kein Geld aber etwas mehr Zeit. Man behauptet einfach Kindern würde es schlechter ergehen wenn sie entweder beim Vater leben welcher etwas mehr arbeitet als die Mutter oder durch das ständige hin und her im Wechselmodell. Dabei suggeriert alleine schon der Begriff Wechselmodell einen falschen Eindruck.

Auch die erhöhten Kommunikationsfähigkeiten an die Eltern beim Wechselmodell sind Nonsens. Stellt man wirklich alle Angelegenheiten gegenüber über welche sich vernunftbegabte Eltern austauschen sollten, wird man fest stellen, dass es kein Grund für die Behauptung gibt dass, hochstritige Elternteile sich nicht für das Wechselmodell eignen würden.

Den Schutz des Vaters gibst es nicht gesondert im Grundgesetz. Also was heißt das für den Elternteil, dem derzeit nur das Umgangsrecht hat: der andere Elternteil wird sich jetzt erstmal querstellen und so tun, als ob die Elternbeziehung mit Konflikten beladen sei. Was ist eigentlich das Kindeswohl?

Das Kindeswohl leidet doch am meisten darunter, wenn eine Elternpartei sich immer gegen etwas sträubt. Also macht doch endlich das Wechselmodell zur Regel, so dass auf dieser Grundlage dann erst weitere Absprachen zwischen den Eltern getroffen werden. Geschieht das jetzt Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? nicht, werden weiterhin noch viele Eltern-Kind- meistens Vater-Kind-Beziehungen zerstört werden!!!! Es hat doch schon 50 Jahre zu lange gedauert!!!!! Lutz Lippke schrieb: Also macht doch endlich das Wechselmodell zur Regel, so dass auf dieser Grundlage dann erst weitere Absprachen zwischen den Eltern getroffen werden.

Geschieht das jetzt wieder nicht, werden weiterhin noch viele Eltern-Kind- meistens Vater-Kind-Beziehungen zerstört werden!!!! Es hat doch schon 50 Jahre zu lange gedauert!!!!! Für einen offensichtlich Betroffenen kann ich diese Haltung zwar gut verstehen, frage mich aber, ob nicht doch aus praktischen Gründen eine Regelentscheidung für das Wechselmodell sehr problematisch wäre, da es eine Kontinuität in verschiedener Hinsicht für Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Kind bei beiden Eltern noch voraussetzt. Eine Ermöglichung aber ist auf jeden Fall aus meiner Sicht sehr zu begrüßen. Das Zitat ist nicht von mir, aber ich kann dem zustimmen. Es ist ein freundlicher Appell sich ans Zeitgemäße und ans geltende Recht zu halten. Das Residenzmodell allenfalls dann, wenn im Einzelfall ausschließende Gründe gegen die grundgesetzliche Regelung Wchselmodell festgestellt werden.

Meine Betroffenheit ist sekundär und hier auch nicht erfassbar. Als Vater von 4 Kindern zwischen 14 - 32:Jahren gäbe es Vieles zu berichten und zu differenzieren. Das Kindeswohl leidet doch am meisten darunter, wenn eine Elternpartei sich immer gegen etwas sträubt. Wenn eine Elternpartei sich gegen etwas sträubt, das nach ihrer innersten und auch ehrlichen Überzeugung heraus, und auch aus einer langen Kenntnis der anderen Elternpartei noch gewonnen Überzeugung, dem Kindeswohl widersprechen würde, dann wird diese Elternpartei auch darum kämpfen.

Daß das dann auch vor dem Familiengericht ausgetragen wird, das braucht doch niemanden zu verwundern. Resultierende Verhärtungen daraus zu vermeiden, das setzt eine immerwährende Reflexionsfähigkeit bei den Eltern voraus, auf die soll das Familiengericht auch hinwirken, gerade auch im Interesse des Kindeswohls.

Einen Erfolg dabei aber kann niemand garantieren. Was bedeutet das psychologisch, juristisch und sozial für das Kind und den anderen Elternteil, die weitere Familie?

Worin zeigt sich die innerste und ehrliche Überzeugung? Wem wird die Austragung von Interessenkonflikten vor Gericht zum Nachteil ausgelegt? Welche Reflexionsfähigkeit benötigen Beteiligte, die auf die immerwährende Reflexionfähigkeit der Eltern hinwirken sollen?

Wer haftet von den Eltern und Kindern gegenüber den professionell Beteiligten für ihre Ansprüche auf Dienstsold und Gebühren, selbst dann wenn ein Erfolg ausbleibt? Wie wird Erfolg juristisch definiert? Welcher Anreiz Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? welchen Erfolg steckt in der Verfahrenssystematik? Damit zu leben fällt mir leicht, Ihnen offensichtlich aber noch sehr schwer.

Zwei Zitate dazu: Die Beteiligten zu 1 und 2 sind die geschiedenen Eltern ihres im April 2003 geborenen Sohnes. Der Sohn hält sich bislang überwiegend bei der Mutter auf. Im Mai 2012 trafen die Eltern eine Umgangsregelung, nach welcher der Sohn den Vater alle 14 Tage am Wochenende besucht. Im vorliegenden Verfahren erstrebt der Vater die Anordnung einer Umgangsregelung in Form eines paritätischen Wechselmodells.

Er will den Sohn im wöchentlichen Turnus abwechselnd von Montag nach Schulschluss bis zum folgenden Montag zum Schulbeginn zu sich nehmen. Das Verfahren sei daher zur Nachholung der Kindesanhörung und zur erneuten Entscheidung an das Oberlandesgericht zurückverwiesen worden.

Die Eltern müssten trotz der Trennung in der Lage sein, Absprachen zu treffen. Gebe es aber Konflikte zwischen den Eltern, sei es in der Regel nicht im Interesse des Kindes, zwischen Mutter und Vater hin und her zu wechseln.

Die Familiengerichte seien verpflichtet aufzuklären, welches Umgangsmodell dem Kindeswohl am besten entspricht. Bei kleineren Kindern ergäbe das ja auch ein ständiges und wöchentliches Hin und Her, von einer wünschenswerten und zuträglichen Kontinuität für diese Altersstufen kann dann wohl keine Rede mehr sein.

Das Wechselmodell wird Juristen aber weiterhin beschäftigen. Noch in diesem Jahr will auch das Bundesverfassungsgericht über eine Verfassungsbeschwerde eines Vaters entscheiden, dem das Wechselmodell versagt worden war. Andernfalls wäre die Regel eben absolut.

Erlauben Sie mir diesen leichten Sarkasmus ohne es mir persönlich übel zu nehmen. Manchmal muss man das Logische und Einfache betont repitieren, um es in die Betrachtungsweise zu komplexeren Zusammenhängen zu übertragen.

Im vorliegenden Fall habe das Oberlandesgericht eine persönliche Anhörung des Kindes nicht durchgeführt, weil es zu Unrecht davon ausgegangen sei, dass eine auf ein Wechselmodell gerichtete Umgangsregelung nach der gesetzlichen Regelung nicht möglich sei. Als Jemand der ab Einführung der Elternzeit damals noch ein Recht auf Pause oder Teilzeit ohne Gehalt diese mehrjährig zur Betreuung seiner Kinder beanspruchte, nach Trennung dann weitere ca.

Wenn Ihnen das Wechselmodell noch etwas suspekt ist, dann gehen Sie doch bitte folgendermaßen vor: 1. Zunächst suchen Sie bitte nach diesen Grundlagen die Gesetze, die eine regelmäßige Beschränkung auf das Residenzmodell als Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? bestimmen. Wenn Sie auch zu 4. Beachten Sie dazu bitte unbedingt 1. Überlegen Sie Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? anhand 5. Darüber könnte man sich dann mit Substanz austauschen. Lutz Lippke schrieb: Überlegen Sie bitte anhand 5.

Darüber könnte man sich dann mit Substanz austauschen. Sehr geehrter Herr Lippke, ich maße mir da auch kein Wächteramt an, sondern würde das auch weiterhin in die Hand des Familiengerichtes legen, das beide Modelle dann den Beteiligten erläutern muß, notfalls aber auch darüber einmal zu entscheiden hat nach Anhörung auch noch des Kindes. Da sehe ich auch überhaupt keinen Widerspruch zu allen meinen früheren Äußerungen dazu, auch nicht zu denen, die jetzt hier nicht mehr zu lesen sind.

Auch in Kenntnis der Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? Ihnen dazu gebrachten KiMiss-Studie halte ich das weiter so und uneingeschränkt aufrecht. Mit wem Sie sich dann auch weiter mit Substanz noch austauschen wollen, das überlasse ich selbstverständlich Ihnen. Wenn das bei hnen und dem anderen Elternteil vielleicht gut geklappt hatte, würde ich das aber aus einen anderen Perspektive heraus nicht unbedingt auch so voraussetzen wollen und das als Regelfall dann für alle annehmen.

Inzwischen haben sich ja Väterorganisationen und Mütterorganisationen auch dieser Sache und dieses Urteils noch angenommen, was auch nicht unbedingt zu einer Versachlichung empirisch ja stets beiträgt. Von Gewerkschaften will ich da jetzt mal aber nicht schreiben.

Gehen Sie übrigens bitte davon aus, daß ich weiß, was ich dazu bisher geschrieben hatte und auch Ihre Einlassungen dazu noch im Gedächtnis und Computer habe und immer auf innere Widersprüchlichkeiten und Konsistenz noch achte. Dass ein Wechselmodell nicht im Kindesinteresse ist, wenn die Eltern so weit auseinander leben, dass ein Schulbesuch nicht von beiden aus möglich ist, wird jedem klar sein. Aber selbst wenn man voraussetzt, dass beide dicht genug beieinander leben, so dass der Schulbesuch möglich bleibt: Recht auf Freizügigkeit beinhaltet auch das Recht, nicht alle paar Tage umziehen zu müssen.

Und genau das muss das Kind mitmachen. Weil Sie das ignorieren, können Sie es sich auch leicht machen: Gast schrieb:Überlegen Sie bitte anhand 5. Darüber könnte man sich dann mit Substanz austauschen. Wenn man das durch den dauernden Wechsel beim Kind hauptsächlich betroffene Grundrecht einfach unter den Tisch fallen läßt, weil man nur die Rechte des einen Elternteils betrachtet, kann man leicht so argumentieren.

Ähnliches gilt für das Recht auf freie Entfaltung. Das wird spätestens dann relevant, wenn die Eltern an verschiedenen Ecken einer Großstadt oder in unterschiedlichen Orten wohnen, wo das Kind eben nach der Schule eine längere Fahrtzeit hat. Das kann muss nicht durchaus dazu führen, dass das Kind an beiden Orten zum Außenseiter wird. Zum Recht auf freie Entfaltung muss daher auch die Möglichkeit gehören, einen Ort zu haben, an dem man sich seinen Freundeskreis aufbauen kann, Vereine besucht etc.

Auch das ist ein Recht, was aus Kindersicht ebenfalls unter 2 gehört. Aber ich hab das Gefühl, dass es bei den Diskussionen insbesondere wenn Betroffene darüber sprechen eigentlich nie wirklich um die Rechte und Wünsche der Kinder geht, deshalb klinke ich mich hier auch schon wieder aus.

Auf meine grundsätzliche Verortung des Wechselmodells und des Residenzmodells im geltenden Recht, reagieren Sie mit Vermutungen zu möglichen Situationen in Einzelfällen und generieren daraus den generalisierten Vorwurf, dass die Rechte und Interessen der Kinder von Betroffenen oder von mir in diesem Zusammenhang grundsätzlich missachtet werden. Das ist schon ein starkes Stück.

Von Ihrer Argumentation ausgehend, wäre das Nestmodell fast schon zwingender Regelstandard bei gerichtlichen Entscheidungen. Das Kind würde durch eine Trennung der Eltern zumindest formal die wenigsten Folgen spüren, weil es unmittelbar im gewohnten Umfeld Nest von den getrennten Eltern abwechselnd betreut wird.

Das kennt man auch aus der Tierwelt. Erst danach käme aus Sicht des Kindes als Alternative das Wechselmodell in Frage, zumindest solange damit das bisherige Umfeld des Kindes weitgehend erhalten bleibt.

Das Wegziehen eines Elternteils mit dem Kind wäre dann sogar unbedingt als akute Kindeswohlgefährdung im Sinne eines Kindesentzugs anzusehen, da dem Kind nicht nur das andere Elternteil, sondern auch Verwandte, Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

und das gewohnte Umfeld vollständig entzogen wird. Ebenso wäre jede durch den Ortswechsel bedingte Fahrt des Kindes in das bisher gewohnte Umfeld eine Kindeswohlgefährdung, so dass ein Umzug mit Kind grundsätzlich unter den Vorbehalt der Kindeswohlprüfung im Rahmen des Aufenthaltsbestimmungsrechts fallen müsste.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht wäre also aus Sicht Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? Kindes von Geburt an immer auf beide Eltern zu übertragen und Wegzüge müssten unter den Vorbehalt des staatlichen Wächteramtes stehen. Es wäre sogar denkbar, dass trotz eines gemeinsamen oder gleichzeitigen Umzugs der Eltern mit Kind eine Kindeswohlgefährdung bis hin zur Inobhutnahme besteht, weil dem Kind das weitere Umfeld Freunde, Schule, Vereine entzogen wird.

Selbst wenn die Eingriffsschwelle Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? einem Umzug noch nicht ausgelöst wird, da zum 1. Da alle von Ihnen genannten Probleme mit dem Wechselmodell auf örtliche Entfernungen fokussiert sind, ist das Residenzmodell also aus Ihrer Sicht die Folge einer massiven Kindeswohlgefährdung durch Ortswechsel und Entzug des kindlichen Umfeldes.

Für eine zumindest gedanklich konsequente Ausarbeitung Ihrer Sichtweise hätte ich viel Symphatie, auch wenn ich erhebliche Zweifel an der realen Anwendbarkeit habe. Lutz Lippke schrieb: Für eine zumindest gedanklich konsequente Ausarbeitung Ihrer Sichtweise hätte ich viel Symphatie, auch wenn ich erhebliche Zweifel an der realen Anwendbarkeit habe. Mir geht es da aber inzwischen ganz genau so, denn das Verhalten von Menschen Eltern und Kinder ist weder konstant für alle Zeiten, noch läßt es sich in §§ erschöpfend abbilden, noch zwischen Aktendeckel pressen.

Quote: reagieren Sie mit Vermutungen zu möglichen Situationen in Einzelfällen und generieren daraus den generalisierten Vorwurf, dass die Rechte und Interessen der Kinder von Betroffenen oder von mir in diesem Zusammenhang grundsätzlich missachtet werden. Quote: Sie sind doch Jurist. Sie sind kein Jurist, deshalb habe ich Beispiele gewählt. Quote: Von Ihrer Argumentation ausgehend, wäre das Nestmodell fast schon zwingender Regelstandard bei gerichtlichen Entscheidungen.

Das Kind würde durch eine Trennung der Eltern zumindest formal die wenigsten Folgen spüren, weil es unmittelbar im gewohnten Umfeld Nest von den getrennten Eltern abwechselnd betreut wird.

Imteressante Alternative, Sie können ja mal die Grundlagen für das Nestmodell als dritte Option in Ihre Liste mit aufnehmen. Das ist zwar eine Auffangnorm und in den meisten Fällen nicht direkt anwendbar, aber er fasst wunderbar in Kürze zusammen, was alles zu berücksichtigen ist.

Wieso sollte die freie Wahl des Arbeitsplatzes Grundlage für das Wechselmodell sein? Ganz im Gegenteil sehe ich das eher als ein Recht, was ein Residenzmodell aufgrund der tatsächlichen Gegebenheiten vgl. Quote: Da alle von Ihnen genannten Probleme mit dem Wechselmodell auf örtliche Entfernungen fokussiert sind, ist das Residenzmodell also aus Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Sicht die Folge einer massiven Kindeswohlgefährdung durch Ortswechsel und Entzug des kindlichen Umfeldes. Nein, ein einmaliger Umzug z. Das ist nicht automatisch Kindeswohlgefährdung. Sonderfälle wie einen Umzug in irgendwelche asiatischen Bergdörfer mal außer Betracht gelassen. Je nach Einzelfall kann durch den Umzug das Kindeswohl sogar besser gesichert sein mehr Geld, zusätzliche Betreuungsmöglichkeit durch Großeltern etc. Und an einem neuen dauerhaften Wohnsitz wird ein Kind auch in der Lage sein, sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen.

Darin sehe ich tatsächlich eine Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? des Kindeswohls. Nicht für mich schalten Sie auf Beispiele um, sondern allein für Ihre Argumentation an den grundlegenden Fragen vorbei. So behaupten Sie pauschal, ein einmaliger Umzug wäre hinzunehmen und keine Kindeswohlgefährdung. Dieser Klassiker der Kindeswohlgefährdung ist regelmäßig verbunden mit der Absicht der Entfremdung des Kindes vom anderen Elternteil. Wenn der Kontakt und Umgang am bisherigen Wohnort geregelt ist, dann ist ein Umzug nämlich das Mittel der Wahl für Entfremder und ihre Entfremdungsgehilfen.

Ginge es dabei tatsächlich nur um ein besseres Einkommen oder günstigere Bedingungen, würde der Umzug mit dem anderen Elternteil besprochen und gleichwertige Regelungen für Kontakt und Umgang zum Bisherigen getroffen werden. Stattdessen wird aber ohne Vorankündigung umgezogen und ein besserer Job folgt dem auch selten.

Trotzdem wird ein solches Verhalten von Juristen bis zum Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? des vollständigen Entfremdungserfolgs mit allerlei Wort- und Zeitspielen entschuldigt und dann der Kontakt und Umgang zum Entfremdeten per Beschluss ausgesetzt.

Das ist Ihr Beispiel oder wieviel tausende Beispiele wollen Sie als Jurist aufführen, bevor Sie zu grundsätzlichen Erwägungen durchdringen. Ihr Vorwurf, dass in meinen grundsätzlichen Erwägungen das Kindeswohl oder die Rechte der Kinder nicht vorkommen, zeigt Ihr ganzes Dilemma auf.

Sie gehen davon aus, dass das natürliche Recht der Eltern eher ein Problem für Kinder darstellt, das mit den Mitteln der Juristen eingeschränkt und geregelt werden müsse. Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? als Garanten des Kindeswohls? Das ist schlicht falsch und steht der Intention des Grundgesetzes unmittelbar entgegen.

Grundsätzlich ist regelmäßig die gleichberechtigte Sorge beider Eltern das Beste für das Kind, es sei denn ein oder beide Elternteile versagen oder das Kind droht zu verwahrlosen. Eine Einschränkung dieses Besten fürs Kind ergibt sich nicht aus dem Versäumnis einer Ehe, nicht aus einer Scheidung, nicht aus Kontroversen zur Umgangsregelung, dem Unterhalt oder zur Frage in welche Schule das Kind gehen solle.

Mit Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? Problemen kommen Eltern zu Juristen und werden dann auf untaugliche Weise beraten und am Familiengericht gegeneinander ausgespielt und abgezogen. Diese für jeden nachprüfbare Realität stellen Sie als positives Beispiel heraus, das regelmäßig einem Wechselmodell vorzuziehen ist. Das ist auch logisch, denn nur am nachhaltigen Streit können Juristen viel Geld verdienen und die Verantwortung für alle Mängel im Familienrecht auf die Betroffenen schieben.

Vielleicht liegt es daran, dass man sich als Jurist zu sehr an den Urteilsmodus gewöhnt hat und daher fast immer vom gewünschten Ergebnis her denkt. Ich bin kein Jurist und möchte eigentlich nicht belehren, aber zumindest daran erinnern, dass der Gutachtenmodus Grundlage einer juristischen Subsumtion ist und erst die Verkündung und Niederschrift einer Entscheidung im Urteilsmodus erfolgen sollte.

Im Prinzip ist das Grundgesetz nicht individuelle auslegbar, sondern als rechtliche Leitlinie unmittelbar an die allgemeinen Menschenrechte und das allgemeine Naturrecht gebunden. Eine Amtsermittlung findet grundsätzlich nicht statt.

Diese Sichtweise ist offensichtlich ziemlicher Quatsch, was unmittelbar aus dem Tenor des Urteils hervorgeht. Der Beschluss des Amtsgerichts Bad Oeynhausen vom 30.

Damit werden der Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 20. Es ist erstaunlich, dass diese verfassungswidrigen Entscheidungen öffentlich nicht auffindbar sind. Unabhängig davon kann man aus dem Geschäftszeichen von 2008 folgern, dass es sich um einen spätestens 2008 bei Gericht anhängigen Antrag des nichtverheirateten Vaters handelte, der am 30. Die Grundrechtsverletzung lag also mit Verkündung des Beschlusses vom 30. Wie es sich im Zeitraum 2003-2008 mit Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Grundrechtsverletzungen verhielt, bleibt eigentlich unklar. Besonderes Augenmerk ist hierzu auf das Zitat in Rn 26 zu legen, nach dem das Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes aus Art. Da der Gesetzgeber Regelungen getroffen habe, die nur bei Richtigkeit seiner prognostischen Annahme das Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes aus Art.

Im konkreten Fall trat die Grundrechtsverletzung also erstmals ein, als dem Vater sein Elternrecht auf gemeinsame Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? ohne Kindeswohlgründe verwehrt wurde. Der Vater hat mit Vaterschaftsanerkennung seinen Eintritt in die Rechte und Pflichten der Elternschaft gegenüber dem Kind, der Mutter und dem Staat erklärt. Die Mutter hat keine Zustimmung zum gemeinsamen Sorgerecht erteilt und der Staat hat das Recht auf Sorge aus dem natürlichen väterlichen Elternrecht ausgeklammert und aufgrund seiner Prognosen von einer Zustimmung der Mutter abhängig gemacht.

Andernfalls, davon gehe ich aus, lag die Grundrechtsverletzung im Allgemeinen wie im konkreten Fall bereits mit dem Zeitpunkt der gesetzlichen Abhängigkeit des väterlichen Sorgerechts von der Zustimmung der Mutter vor. Zum Wächteramt des Staates in Gestalt von Familienrichtern, Jugendämtern, Jugendhilfe, Verfahrensbeiständen und dem Rechtsorgan der Anwaltschaft lässt sich im Konkreten wie im Grundsätzlichen die Wirklichkeit in ähnlicher Weise feststellen.

Die Ergebnisse sind aber sicher nicht identisch. An der Wirklichkeit kommt man nur vorbei, wenn man sich selbst und andere belügt. Wenn der Staat nun schon in Fragen bzgl. Dass anderen Menschen Rechte an Rechtssubjekten eingeräumt werden, ist unserer Rechtsordnung ja im Grundsatz fremd und kann nur insoweit gerechtfertigt werden, als dies im Interesse des Kindes ist. Ist es müßig, sich das Geschwurbel vorzustellen, wie der Elternunterhalt, also Kind an Eltern, mit dieser Vorstellung von der vollständigen Kindeswohlabhängigkeit der Rechte aus Familien und natürlichen Verwandtschaftsverhältnissen verbunden werden kann?

Das ist zwar eine Auffangnorm und in den meisten Fällen nicht direkt anwendbar, aber er fasst wunderbar in Kürze zusammen, was alles zu berücksichtigen ist. Diese Priorisierung allerdings sehe ich schon konform mit allen ethisch-moralischen Grundsätzen an, denn Kinder als die schwächsten Glieder eines Staates bedürfen meiner unmaßgeblichen Meinung nach mehr Schutz des Staates als erwachsene Menschen, auch wenn sich dann daraus ein Widerspruch gegen den Art.

Naturwissenschaftler würden auch beim Kindeswohlprinzip auf die Empirie und das Experiment setzen, und da sollte man das paritätische Wechselmodell ruhig einmal im Rahmen einer wissenschaftlich begleiteten Studie stärker bei den Familiengerichten und den einschlägigen Gesetzen implementieren und danach kann man ja auch wieder weitersehen, wenn mehr Erfahrungen damit vorliegen, ob sich das auch wirklich in der Praxis bewährt.

Juristen und auch andere Menschen allerdings hätten vermutlich damit aber auch wieder einige Probleme. Im Rahmen dieser Autonomie spielt eine staatliche Definition des Kindeswohls überhaupt keine Rolle. Dann haben aber die Eltern aber die ihnen eingeräumte autonome Sphäre des Art. Wenn der Staat nun schon in Fragen bzgl. Dass anderen Menschen Rechte an Rechtssubjekten eingeräumt werden, ist unserer Rechtsordnung ja im Grundsatz fremd und kann nur insoweit gerechtfertigt werden, als dies im Interesse des Kindes ist.

Möglicherweise würde sich das Wechselmodell dann besser durchsetzenwenn dessen Nützlichkeit aus psychologischer Sicht besser bestätigt würde. Ich glaube nicht, dass es noch viele grundsätzliche Vorbehalte gegen das Wechselmodell unter Juristen gibt warum auch? Sollte sich herausstellen, dass das Wechselmodell auch in Fällen gut für das Kind ist, in denen Psychologen diese Prognose bislang nicht geben - hohes Streitniveau, große räumliche Entfernung, junges Alter - dann wird das Wechselmodell auch von Gerichten in größerem Umfang durchgesetzt werden.

Dies ist aber mE keine primär Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? Fragestellung. Torsten Obermann schrieb: Dass anderen Menschen Rechte an Rechtssubjekten eingeräumt werden, ist unserer Rechtsordnung ja im Grundsatz fremd und kann nur insoweit gerechtfertigt werden, als dies im Interesse des Kindes ist.

Aber das wäre dann wieder eine etwas andere Baustelle, auch bei der gesamten Familiengerichtsbarkeit noch, ohne jetzt ein neues Faß noch aufmachen zu wollen btw. Wem das Kindeswohl über alles geht, der sollte auch m. Meiner Einschätzung nach werden Kinder auch manchmal doch noch verständiger mit zunehmender Reife und sie können später dann das auch noch anerkennen und auch wieder ein gutes Verhältnis zu diesem Elternteil aufbauen, bei dem sie nicht so oft zusammen waren in jüngeren Jahren.

Gezerre um Scheidungskinder hilft doch niemandem. Beim Gezerre um Haustiere nach einer Scheidung sollen solche auch schon mal eingeschläfert worden sein, aber vielleicht sind das auch nur böse Gerüchte. Ganz ehrlich, ich versteh da Vieles nicht. Gesetz sind ohnehin die für das Kind besten Umgangs- und Sorgeregeln anzuordnen, wenn die Eltern streiten. Das scheint mir sinnvoll, eine gesetzgeberische Vorgabe würde zu Lasten des Kindes gehen, oder?

Das Problem ist natürlich die Feststellung dazu, was imRegel- und Einzelfall für das Kind am Besten ist. Und hier sind weder der Gesetzgeber noch die Justiz gefragt, sondern die Psychologen, die ggf. Die Ergebnisse bisher sind, soweit mir bekannt, wenig zwingend.

In neueren Studien scheint aber eher eine Tendenz vorzuliegen, dass bei anhaltend hohem Konfliktniveau ein Verzicht auf sogar Umgang vorzugswürdig sein kann. Finde ich persönlich eine schlimme Vorstellung. Aber da kann man schon bezweifeln, dass ein Wechselmodell als gesetzlicher Regelfall wirklich im Interesse der Kinder ist. Und dass deren Wohl im Konfliktfall von höherem Gewicht sein muss, als Gerechtigkeit in der Verteilung der Betreuungs- und Unterhaltslast zwischen den Eltern, erscheint mir plausibel.

Bei vernünftigen Eltern sollte da kein Konflikt sein, aber die Vernünftigen sieht man ja auch nicht so oft vor Gericht. Von abstrakt fiskalischen Erwägungen bei Sorge- und Umgangsstreitigkeiten habe ich übrigens tatsächlich noch nie etwas gehört. Ein Kollege, der auf der Grundlage solcher Erwägungen entscheidet - und damit klar contra legem - dürfte wohl Rechtsbeugung begehen. In Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? Studien scheint aber eher eine Tendenz vorzuliegen, dass bei anhaltend hohem Konfliktniveau ein Verzicht auf sogar Umgang vorzugswürdig sein kann.

Natürlich gibt es auch Konstellationen, bei der Einschränkungen nicht vermeidbar sind. Die Ursache-Wirkungs-Kette ist tatsachengerecht vom Gericht festzustellen, es besteht Amtsermittlungspflicht.

Der negative Einfluss von Gerichten und Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? auf das Kindeswohl und das Streitverhalten der Eltern ist auch empirisch belegt. Wenn Eltern zu keiner ausgeglichenen Lösung nach Art.

Für das Kind muss natürlich eine kindeswohlwahrende Lösung gefunden werden. Wenn dies die Einschränkung des Elternrechts für einen nicht versagenden Elternteil erfordert, sind die Verursacher haftbar zu machen. Das Versäumnis oder die Verletzung entsprechender Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

löst ebenfalls Haftung aus. Würde dies konsequent erfolgen, dann würden Gerichte auf tatsächliche und ausgeglichene Einigungen hinwirken und auch andere Konflikttreiber schnell ihre Strategie ändern. Der Ausschluss des Kontakts und Umgangs gegenüber versagenden Eltern wäre damit wohl auf sehr, sehr wenige Fälle zu beschränken.

Neues zum Wechselmodell

Bei vernünftigen Eltern sollte da kein Konflikt sein, aber die Vernünftigen sieht man ja auch nicht so oft vor Gericht. Denn schon die Menschenwürde und Handlungsfreiheit gebietet es, jeden Einzelnen anhand seines persönlichen Handelns zu bewerten und ihn nicht für das Handeln Anderer verantwortlich zu machen, pauschaliert in irgendeine Sippenhaft zu nehmen und mit Grundrechtseingriffen zu sanktionieren.

Es fehlt dafür an jeder Rechtsgrundlage. Im Übrigen wird der Weg zu Ämtern und Gerichten gar nicht unwesentlich durch Gesetze und Rechtsprechung vorgegeben.

Beispiele: Antrag auf gemeinsames Sorgerecht, Umgangsrecht, Auskunftsrechte. Damit stehen solche Regelungen auch unter dem Verdacht der potentiellen staatlichen Grundrechtsverletzung.

Der Unvernunft im Familienrecht gegenüber zu stehen, ist auch für den Vernünftigsten eine absolute Herausforderung und erfordert ein Nervenkostüm, das wohl überdurchschnittlich ist. Lutz Lippke schrieb: Die Ursache-Wirkungs-Kette ist tatsachengerecht vom Gericht festzustellen, es besteht Amtsermittlungspflicht. Offensichtlich wurde also dort ein Fehler begangen. Eine Münze zu werfen dürfte ja ebenfalls ausscheiden. Sie lassen mich noch rätseln. Lutz Lippke schrieb: Kimiss-Studie Die KiMiss-Studie sollte sich wirklich nun jeder daran Interessierte mal ganz genau ansehen und auch wie mit Hilfe der Fragebögen dann Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Tatsachen einer Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? ermittelt werden sollen. Es gibt dort 151 Positionen bei diesem Ratingverfahren. Zum Beispiel Item G131 22,1% Der Elternteil hat nichts unternommen, als sich die schulischen Leistungen des Kindes infolge eines Umzuges um mind. Referenzkategorie 2: Benachteiligung des Kindes. Was genau, bei welcher Befragung, in welcher Situation, und wem gegenüber hat das Kind etwas geäußert?

Nicht überall gibt es Noten zur Berechnung von 25% Verschlechterung, was dann? Alle seine Lehrer zu einer Stellungnahme auffordern, oder den Klassenlehrer alleine?

Vollkommen objektiv und auch von den Eltern unbeeinflußbar sind damit also Kindeswohleinschränkungen feststellbar, Familien-Richter müssen jetzt dann ja nur noch abnicken. Ob das der Sache gerecht wird, müssen Sie sich selbst überlegen. Zur Kimiss-Studie: Die bisherigen Studien beanspruchen weder eine absolute Objektivität zum Kindeswohl, noch den Abschluss des Kimiss-Projektes.

Das können Sie dort nachlesen. Die grundlegende Hypothese in dem Projekt ist, dass die Qualität des Kindeswohls in der Realität tatsächlich sehr wohl von Beteiligten quantifiziert wird, aber mit beliebigen und nach Gusto auch wechselnden Methoden, die unbestimmt bzw. Es gibt also die unterschiedlichsten Maßstäbe ohne ein Vergleichsmaß.

In dem Projekt wurden nun dazu mehrere Studien durchgeführt. Die erste Ermittlung der Items für Befragungen ist nachzulesen und aus vorherigen Studien anderer Projekte gewonnen. Auf dieser Basis fanden Befragungen von betroffenen Beteiligten, von Experten der beteiligten Berufsgruppen und auch eine Projektbegleitung in aktuellen Fällen Realtest statt. Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? wurde die qualitative Relevanz und die Auftretenshäufigkeit der Items ermittelt und damit ein Scoring für die Bewertung des Kindeswohls gewonnen und diese mit dem Realtest abgeglichen.

Diese Ergebnisse sind veröffentlicht und Grundlage für weitere qualitative und quantitative Studien. Als Ergebnis ist bisher festgestellt, dass das Kindeswohl kein unbestimmter Begriff ist, sondern in der Praxis regelmäßig willkürlich bestimmt wird, also ohne eine bewusste und nachvollziehbare Methodik.

Das entspricht nicht dem vorgegebenen Amtsermittlungsgrundsatz, da es sich beim Kindeswohl ja um eine Tatsachenfeststellung handelt. Die freie richterliche Beweiswürdigung der Tatsachen zur Kindeswohlgefahr setzt die sorgfältige Amtsermittlung des Kindeswohls jedoch voraus. Dass Sie nun Kritik an konkreten Items, deren Zustandekommen und Relevanz äußern können, ist gerade ein wichtiges Ergebnis des Projekt. Im Vergleich dazu, müssen Sie bisher gemäß familiengerichtlicher Praxis und Rechtsprechung mit der Behauptung der qualitativen und quatitativen Unbestimmbarkeit des Kindeswohls auskommen und können richterliche Tatsachermittlung und Würdigung Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

grob an den pauschalen Kriterien der Angemessenheit und Vertretbarkeit einschätzen. In diesem Zusammenhang werden i. Auch die Würdigung der Ursachen einer Kindeswohlgefährdung und der möglichen Abhilfen unterliegt angesichts der bisherigen Qualifizierung des Kindeswohls als unbestimmter Rechtsbegriff vollständig einer richterlichen Willkür.

Absolute Objektivität der Tatsachenermittlung ist gar nicht erforderlich, vielmehr benötigt ein auf Klärung und Ausgleich ausgerichtetes Verfahren eine möglichst realitätsnahe und faire Basis für Feststellungen und Wertungen, auf die sich alle Beteiligten im positiven Sinne einstellen können. Das ist eine sehr verantwortungsvolle und durchaus komplexe Aufgabe und hat nichts mit Abnicken zu tun. Sehr geehrter Herr Lippke, daß hier der Versuch einer Standardisierung unternommen wurde mit diesem Katalog der Studie, das ist ja sofort und auch ohne höhere Mathematik zu begreifen gewesen.

Allerdings sind vorherige Verdikte über richterliche Willkür - und fast schon Ignoranz dabei - dann nicht überzeugend für mich jedenfallswenn bereits beim 50%-Bereich, der schon von einem Einzigen bis einigen wenigen der Items schon überschritten sein kann, dann empfindliche sorge- bzw.

Im Rahmen einer Argumentation wird es schwer fallen, bei einem Kindeswohl-Verlust von über 50% nur wenig Handlungsbedarf zu verlangen, oder es den Eltern zu überlassen, auf freiwilliger Ebene etwas zu verbessern.

Ein überwiegender Verlust von Kindeswohl kennzeichnet Handlungsbedarf, und verlangt, die Situation zum Wohle des Kindes substanziell zu verbessern. Die 50%-Grenze ist auf der Ebene der Kategorisierung konsistent: sie trennt grob zwischen den Kategorien 2 und 3 und trennt damit damit zwischen moderaten bis substanziellen Strategien zur Konfliktlösung Kategorien 1 und 2 und moderaten bis starken sorgerechtlichen Veränderungen.

Sofern die Voraussetzungen bei und mit einem anderen Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

erfüllt sind, wird dies in der Praxis meist die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf den anderen Elternteil betreffen. Um eine Einordnung der Items in Referenzkategorien zu ermöglichen wird die Mehrheits-Entscheidung der Rater durch den Referenzbereich eines Items repräsentiert.

Referenzbereiche engen den Bereich möglicher Bewertungen auf einen Bereich entscheidungsführender Bewertungen ein. Als 'entscheidungsführend' wird hier der zentrale 50% Referenzbereich verwendet, der die 'mittleren' 50% der Bewertungen enthält. Aus dieser schlichten und pauschalen Annahme ist ein monströser an der Realität ächzend schrammender Eisberg des Familienrechts gewachsen. Hierzu haben Sie den Kontext meiner Äußerung übersehen.

Ich hatte festgestellt, das ein negativer Einfluss von Gerichten und Anhörungen auf das Kindeswohl und das Streitverhalten der Eltern empirisch belegt sei und dazu das Versäumnis konkreter Feststellungen durch Gerichte beklagt.

Diese Aspekte werden im Kimiss-Projekt noch sehr zurückhaltend thematisiert. Ich hatte hierzu auch die Möglichkeit von Haftung und Entschädigungen eingebracht, mit dem Ziel einer tatsächlichen Hinwirkung auf ausgeglichene Einigungen.

Ein Streitverfahren mit einsamen Richterentscheid zu Sieger und Verlierer sollte als Zielvorstellung im Familienrecht gerade ausgeschlossen werden. Ein Familiengericht gewinnt nach meiner Erfahrung im Positiven wie im Negativen vor allem durch die eigene Verfahrensführung, die das Verhalten der Beteiligten und die möglichen Zukunftsoptionen wesentlich mitbestimmt.

Ich möchte diesen um die Berücksichtigung der Familienhistorie ergänzen, was sich eigentlich bereits aus dem Ziel des Erhalts der familiären Bindungen ergibt. Leider kenne ich persönlich keine Entscheidung eines Familiengerichts, die tiefere und weitsichtige Erwägungen über den aktuellen Moment Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Status Quo hinaus enthält. Das Widersprüchliche daran ist dann noch, dass diese Momentaufnahmen i. Dass Sie sich konkret und kritisch mit Kimiss auseinandersetzen, finde ich sehr gut. Mir war auch Einiges aufgefallen, zu dem ich Fragezeichen habe oder Verbesserungspotential sehe. Sie kritisieren beispielhaft die Formulierungen von Items.

Aber eine mögliche Erklärung für Gewöhnungsbedürftiges ist, dass diese Items aus Gutachten, Stellungnahmen und Anhörungen extrahiert wurden, um als Stellvertreter einer Kategorie von gleichartigen Items zu fungieren. Damit würden sie stellvertretend auch die tatsächliche Qualität der heutigen Praxis widerspiegeln.

Vermutlich wurde auf eine Normalisierung bzw. Nachteil ist dabei natürlich, dass Sie zurecht die echten Kontextinformationen dazu vermissen. Dies ist bei psychologischen Fragebögen nicht ungewöhnlich und hat Vor- und Nachteile. Eine Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? über Sinn und Unsinn einzelner Items wäre hier an dieser Stelle aber wohl zu ambitioniert.

Meine zentrale Message war, das Kimiss zeigt, wie schon immer qualitativ und quantitativ gemessen und gewürdigt wurde. Das Scoring erfolgte jedoch verdeckt oder unbewusst, jeder Beteiligte konnte zudem das allgemein Übliche und das konkrete Maß der anderen Beteiligten immer nur erahnen.

Diese Vorgänge aus dem Verborgenen und Unbewussten ans Licht zu holen und zu reflektieren ist bisher die wesentlichste Leistung des Projekts.

Trennung/Wechselmodell

Aus den Ergebnissen einen fixen Standard wie die Düsseldorfer Tabelle zum Unterhalt zu machen, wäre im wirklich einzelfallbezogenen Kontext familiäre Bindungen eher kontraproduktiv. Aber als Orientierung und Kontrollmittel ist es schon jetzt von Wert, Verbesserungspotential natürlich inbegriffen.

Jede Systematisierung und Verwissenschaftlichung sehe ich ja auch prinzipiell als positiv an, bei Ratings entstehen aber auch Probleme, wenn Sie einmal nachlesen, was über die Hamilton-Skala im Internet z. Damit sollen auch Diagnosen besser abgesichert werden Mit einer solchen konkreten Studie randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie zu einer Wirksamkeit von Vitalstoffen hatte ich mich einmal näher befaßt gehabt und da wurden auch erhebliche Fehler dabei gemacht, bei der Auswahl der Probanden und bei der Auswertung der Ergebnisse.

Mehr aber hier dazu nicht, das nur noch als Anregung gedacht. Lutz Lippke schrieb: Für ein auf Klärung und Ausgleich ausgerichtetes Verfahren eine möglichst realitätsnahe und faire Basis für Feststellungen und Wertungen, auf die sich alle Beteiligten im positiven Sinne einstellen können. Vorgeschaltete Mediationen, Schlichtungsverfahren, Paartherapien, Familientherapien usw.

Wo letztlich aber ein gemeinsamer Wille, oder ein Vertrauen inzwischen fehlt, da wird zum Schluß die Entscheidung durch ein Gericht herbeigeführt werden müssenauch die kann ja immer noch revidiert werden. Einen Partner-Streit auch noch auf Kinder auszudehnen, zeugt ja nicht von Vernunft beider Seiten, ist aber leider oft traurige Realität.

Zu viele Hoffnungen hätte ich da nicht, daß sich das nun in Zukunft deutlich verbessern könnte, alle Versuche dazu sind aber zu unterstützen und natürlich aller Ehren wert. Natürlich genügt ein Unvernünftiger, um einen Streit vom Zaun zu brechen. Und manchmal gibt es auch unter zwei Vernünftigen keine andere Lösung, als eine Streitbeilegung durch staatliche Macht- Intervention herbeizuführen.

Im Übrigen schreibe ich hier natürlich als Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?. Der Umfang der gerichtlichen Anhörungspflichten bzgl.

Ich teile den Ausgangspunkt nicht und finde ihn schwer verständlich, nehme aber zur Kenntnis, dass er Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? und offensichtlich mit Gründen vertreten wurde. Schließlich ist die Grenze zwischen staatlichem Wächteramt über das Kindeswohl und Elternautonomie immer schwierig zu ziehen; mE darf jedenfalls ein generalpräventiver Ansatz nicht dazu führen, dass für ein Kind im Einzelfall eine nicht ideale Lösung staatlich angeordnet und durchgesetzt wird.

Ihrem Grundsatz, dass es jedem Kind zu wünschen ist, dass es nach der Trennung gleichberechtigten und unbelasteten Kontakt zu beiden Elternteilen hat, schließe ich mich übrigens vorbehaltlos an. Einspruch, Herr Obermann, bitte versuchen Sie zu verstehen: Mütter und Väter handeln rational. Vielfach verläßt einer als 'Verlierer' den Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?. Hier wäre die Rechtssprechung auch gefragt zu hinterfragen: Was hat die ursprünglich verhandelte Umgangsregelung zur derzeitigen Situation beigetragen.

Überdies kann ich Richterinnen und Richtern auch mal empfehlen, den Fokus nicht nur auf das Momentum der Bestimmung des Umgangsrechtes zu legen, sondern bitte auch mal die Zeit bis zur Volljährigkeit des Kindes vorweg zu betrachten und zu erörtern. Die soziale Realität sieht oft nicht so aus. Und ja, jede gerichtliche Regelung schafft Verlierer und Sieger, das ist Teil des Problems. Was mir unverständlich bleibt: Ich lese auch hier viel Ideologisches, Vermutungen, Annahmen, Spekulationen zu Motiven, Haltungen und Unvermögen Anderer.

Gern auch pauschal, sozusagen selbsterklärend. Ich habe umfangreiche Erfahrung zum Leben mit Kindern, in optimistischer Elternschaft, in und nach der Trennungsphase, unter der Belastung von Gerichtsstreit. Meine Erwartung war nie, die Lebensweisheiten und Einstellungen beamtischer oder sozialpädagogischer Ideologen zu meinem konkretem Lebensumfeld und dessen Perspektiven vermittelt zu bekommen.

Aber genau Solches bestimmt auch hier fast jede Äußerung. Was kann auch ein Familiengericht Anderes leisten? Davon erfährt man hier wenig bis nichts. Auf welcher gesetzlichen Grundlage die eigene Meinung mit dem Richtigen, Notwendigen oder Moglichen übereinstimmen soll, erfährt man auch von Kommentatoren nicht.

Herr Lippke, wo genau sehen Sie Ideologie? Die Einschätzung, dass das Gesetz kein bestimmtes Betreuungsmodell als Regelfall vorsieht, halte ich ebenso nicht für ideologisch im Sinne von ohne rechtliche Grundlage, dazu im Folgenden. Nichts davon hat den Anspruch absoluter Verbindlichkeit. Sie können während des Zusammenlebens übereinstimmend das Erziehungsziel vorgeben und die Mittel wählen, dieses zu erreichen.

Sie können auch die Betreuungssituation frei bestimmen, von der Einverdienerehe mit Wochenendelternteil über die weitgehende Fremdbetreuung bis hin zu paritätischer Betreuung durch beide Eltern ist alles drin, ohne dass der Staat darüber urteilen und Vorschriften machen darf. Daran ändert sich zunächst nichts durch eine Trennung: die gemeinsame Entscheidungbefugnis verbleibt, der Staat und die Gerichte haben das als gut für das Kind hinzunehmen.

Auch in diesem Rahmen können die Eltern also Betreuungsmodelle frei regeln, wobei dann zu unterstellen ist, dass dies gut für das Kind ist. Wo dies aus welchen Gründen auch immer misslingt, muss natürlich und ohne Vorverurteilung der Rechtsweg offen stehen, der die Möglichkeit einer Machtintervention zur Regelung des Konflikts bietet.

Gleichwohl ist der grundgesetzliche und einfachgerichtliche Auftrag an die Eltern klar: Sie müssen ihre Entscheidungen für das Kind an dessen - allerdings zunächst von ihnen selbst zu definierenden - Wohl und nicht an eigenen Befindlichkeiten ausrichten und zunächst eine Einigung versuchen. Ist einmal der Weg zu Gericht zur Klärung des Aufenthaltes des Kindes bestritten, stellt sich die Frage, ob das Gericht im Regelfall ein Aufenthaltsmodell präferieren soll.

Sie meinen, wenn ich Sie richtig verstehe, dass ua aus dem Gleichheitsgrundsatz eine grundgesetzliche Regelung zugunsten des Wechselmodells besteht. Ich halte das für nicht zutreffend. Eine zeitlich gleich umfangreiche Betreuung im Streitfall gebietet er nach der Trennung nicht, da in verschieden gearteten Fällen verschiedene Lösungen gefunden werden müssen.

Damit ist nun der Staat in Form der Familiengerichte in der Situation, eine Entscheidung treffen zu müssen, die eigtl. Er muss im Rahmen der zu treffenden Entscheidung ein Erziehungsziel als gewünscht beurteilen und eine Prognose zu geeigneten Mitteln zur Erzielung treffen. E1 will vor allem die sportlichen Fähigkeiten stützen und wendet hierfür geeignete Methoden an, E 2 legt dagegen Wert auf soziale Kompetenzen werden.

Eine ideologiefreie Entscheidung muss doch hier beide Ziele und Methoden gleich behandeln und auf das konkrete Kind gucken, ob dieses im wie auch immer verstandenen Sinne glücklicher wird, wenn es unter Berücksichtigung seiner Fähigkeiten und Wünsche eher dem Einfluss von E1, von E2 oder von beiden im Wechsel unterliegt. Letzteres kann bei einem resistenten Kind durchaus förderlich sein, während ein anderes Kind möglicherweise unter dem Einfluss konträrer Erziehungsmethoden leidet.

Hier muss mE auf die Psychologie zurückgegriffen werden und hier muss die Justiz letztlich den Stand der Forschung nehmen, auf den sie zugreifen kann. Gleiches gilt für die Beurteilung von Bindungsmustern und Erziehungskompetenzen. Jedes Forschungsprojekt hilft hier weiter. Der Umstand, dass diese außerrechtlich sind, macht sie nicht zu beliebigen oder ideologischen Kriterien.

Ob die gewählten Ansätze zu Voraussetzungen und Grenzen des Wechselmodells in Hochkonfliktfällen psychologisch valide sind, ist eine außerjuristische Frage und kann auf der Grundlage jedweder empirischer Erkenntnisse diskutiert werden. Eine ideologische Entscheidung sehe ich nicht. Warum sehen Sie das anders?

Da sind wir uns im Prinzip wohl auch einig. Allenfalls vermuten Sie Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? meiner Erfahrung zu pauschal, dass Eltern vor Gericht tendenziell gemeinschaftlich die notwendige Vernunft missen lassen und daher das vernünftige Gericht anstelle der Eltern über den zukünftigen Aufenthalt und die Kontakte des Kindes entscheiden muss.

Ist einmal der Weg zu Gericht zur Klärung des Aufenthaltes des Kindes bestritten, stellt sich die Frage, ob das Gericht im Regelfall ein Aufenthaltsmodell präferieren soll. Sie meinen, wenn ich Sie richtig verstehe, dass ua aus dem Gleichheitsgrundsatz eine grundgesetzliche Regelung zugunsten des Wechselmodells besteht. Ich halte das für nicht zutreffend. Eine zeitlich gleich umfangreiche Betreuung im Streitfall gebietet er nach der Trennung nicht, da in verschieden gearteten Fällen verschiedene Lösungen gefunden werden müssen.

Ich meine, dass die Eltern gerade vor Gericht die jeweils eigene Präferenz für ihr konkretes Modell zu vertreten haben.

Sind die Gründe vernünftig, auf das Kindeswohl gerichtet und beachten diese das Elternrecht des anderen Elternteils? Es ist Aufgabe des Gerichts im Rahmen der Gesetze zur Amtsermittlungspflicht, der Hinweispflicht und auch durch vorläufige Maßnahmen hier Klarheit und Einigungsbereitschaft zu schaffen. Das setzt eben die strikte Beachtung des Verfahrensrechts voraus. Es geht dabei also weder um eine allgemeine Präferenz, noch um eine Entscheidung in der Sache selbst.

Diese sollten die vernünftigen Eltern mit staatlicher Unterstützung im Sinne ihres Kindes vereinbaren. Dafür werden auch Jugendamt, Verfahrensbeistand und ggf. Eine Fixierung auf das Residenzmodell als Regelfall, wie es Gerichte und der Staat derzeit praktizieren, schränkt die Einigungsmöglichkeiten extrem ein und stellt damit pauschal eine Diskriminierung dar.

Dies setzt sich in der Verfahrensführung bei allen Beteiligten Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? fort. Das ist nun wirklich kein Geheimnis. Das Wechselmodell ist bei Unterstellung von gleichen Erziehungsfähigkeiten als allgemeines Modell nicht diskriminierend Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? entspricht damit den Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? von Art. Es ist selbst dann nicht diskriminierend, wenn es eine Änderung gegenüber zuvor praktizierten Regelungen darstellt.

In jedem Fall ist eine Abweichung vom Wechselmodell aus egoistischen oder unvernünftigen Gründen diskriminierend. Wenn ein Elternteil also das Wechselmodell beantragt und die Eltern die Voraussetzungen dafür grundsätzlich schaffen können, dann muss das Gericht eine Abweichung der Entscheidung von diesem Antrag sorgfältig prüfen und begründen.

Es geht damit also um die gerichtliche Begründung einer Abweichung von der Regel. Die Gründe einer Abweichung könnten z.

In diesem Fall stellt sich aber die Frage, warum dies nicht bereits im Verfahren aufklärend besprochen werden konnte. Welches Gesetz gab dafür greifbar die Berechtigung? Sind die Gründe einer Abweichung vom Wechselmodell subjektiv und unabwendbar durch das Versagen eines oder beider Elternteile verursacht, muss das ebenso konkret festgestellt und in der Entscheidung auch berücksichtigt werden.

Dass es hierzu wie gerade in letzter Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? sehr häufig, zu einer gerichtlich beförderten Ausgrenzung und Entfremdung eines Elternteils kommt, die in der Verweigerung und Konflikteskalation des obsiegenden Elternteils begründet liegt, stellt nach meiner Auffassung offene Rechtsbeugung dar. Denn wäre die unbegründete Eskalation und Verweigerung eines Elternteils im Verfahren konkret festgestellt worden, wäre es kaum noch bedenkenlos möglich das Kindeswohl in die Hände dieses Elternteils zu legen, geschweige denn ein Glücklichwerden des Kindes zu behaupten.

Ich kenne stattdessen drei übliche Erklärungsmuster von Gerichten bei solchen Entscheidungen. Elternbezogen wird entweder fatalistisch festgestellt, dass das unbegründete Verhalten des ausgrenzenden Elternteils gerichtlich nicht sanktioniert werden könne oder es werden alternativ Gründe beim unterliegenden Elternteil gesucht, warum dieses nicht angemessen mit der Ausgrenzungssituation umginge oder sogar verursacht hätte.

Die Krönung ist es allerdings, dem Kind die Verantwortung für die Entscheidung zu überbürden. Lutz Lippke schrieb: Wenn ein Elternteil also das Wechselmodell beantragt und die Eltern die Voraussetzungen dafür grundsätzlich schaffen können, dann muss das Gericht eine Abweichung der Entscheidung von diesem Antrag sorgfältig prüfen und begründen.

Herr Lippke, da setzte ja auch meine eigene Kritik an. Sie brachten als Entscheidungshilfe für das Gericht die KiMiss-Studie ins Spiel. Damit können dem Wechselmodell widerstrebende Elternteile genau studieren, was auf sie zukommen könnte und sich nun genau darauf einstellen, was natürlich auch eine verdeckte Obstruktion beinhalteen kann nach allen Regeln der taktischen und strategischen Kunst bei harten Konflikten, wobei ich mich da auch auf Carl v.

Warum wohl nehmen alle Strafverteidiger zuerst einmal die Akteneinsicht? Was im Skat noch liegt bei diesem Bild mit den Karten beim Skat, das ergibt sich meist erst bei den Verhandlungen im Gerichtssaal. Sehr geehrter Herr Lippke, ich sehe Ihre Einschätzungen zu Aufgaben und Chancen des Gerichts, die Eltern in einer für sie schwierigen Zeit zur Kooperation bzgl.

Ihre weitere Schlussfolgerung ist von ihrem Ausgangspunkt, dass das Wechselmodell die Regel darstellt, natürlich folgerichtig. Wenn man ohne Präferenz für ein Betreuungsmodell startet, lässt sich abweichend so argumentieren: Die Trennung der Eltern stellt in der Tat eine Zäsur für die Familie dar, eine Fortsetzung allein kraft Gewohnheit soll es nicht geben.

Was allerdings von der Zäsur nicht ohne Weiteres durchtrennt wird, sind die Erwartungen des Kindes an die elterlichen Bindungsangebote, die durch die Vergangenheit geprägt wurden. Hier wird von Psychologen zB erklärt, dass es für das Kind den ohnehin in der Trennungssituation hohen Stresslevel vermindern kann, wenn die Hauptbetreuungsperson identisch bleibt.

Der Gesichtspunkt dieser personalen Kontinuität ist daher einer von vielen Gesichtspunkten, der ein bestimmtes Betreuungssystem im Einzelfall für wünschenswert erscheinen lässt. MaW: Der Elternteil zeigt auf einer Ebene ein kindeswohlgefährdendes Verhalten und gleichwohl wäre eine andere Entscheidung noch riskanter. Auch hier entscheiden mE Wertungen der Psychologen. Natürlich muss aber, unabhängig von dem Ergebnis der Entscheidung, dass Verhalten der Eltern klar benannt werden, auch da gehe ich mit Ihnen konform.

Ich meine auch, dass man den Willen des Kindes nicht ausblenden kann, wobei natürlich auch eine Verantwortungsüberbürdung vermieden werden muss. Aber Psychologen erklären hier auch, dass man einen 16-jährigen, der den Umgang mit einem Elternteil ernsthaft und anhaltend verweigert, nicht mehr wirklich ohne Gefährdung dazu zwingen kann.

Sie sehen, dass ich Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden? die psychologischen Wertungen heranziehe.

Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

Das ist natürlich nicht unproblematisch, weil hier entweder eine gewisse Abhängigkeit von Sachverständigern droht oder die Hybris, als Jurist auch ausbildungsfremde Themen besser zu durchschauen, als Psychologen. Da ist sicher zu diskutieren. Die Abgrenzung von Sorge- und Umgangsfragen ist schwierig und rechtlich sicherlich noch nicht befriedigend aufgearbeitet. Keine Pflicht des Gesetzgebers zur Einführung des Wechselmodells bedeutet eben nicht das Recht die abweichende gerichtliche Regelung als übliche Regel zu praktizieren.

Wie an anderer Stelle festgestellt wurde, schädigt Kinder und Jugendliche weniger der Elternstreit an sich, sondern die Angst vor Elternverlust, Unsicherheit und eine eigene Schuld am Konflikt. Bisher wurde das alleinige Sorgerecht zugleich als einseitiges Verfügungsrecht über das Maß des Umgangs behandelt.

Nun müsste sich eigentlich bei gerichtlicher Feststellung von unsachlichen Vorbehalten gegen das beantragte Wechselmodell sogar die Frage zur Prüfung des Sorgerechts stellen, statt Kann man zum Wechselmodell gezwungen werden?

mit dem alleinigen Sorgerecht das Wechselmodell auszuschließen. Ich hatte trotz Konfliktpotential gerade gute Erfahrungen mit einem an die gelebten Bindungen angepassten Wechselmodell. Hätten Familiengerichte dem tatsächlich einen Wert beigemessen, wären Taktiken der Eskalation fehlgeschlagen und viel gerichtliches Hickhack vermieden worden.

Das Kindeswohl in diesem Zusammenhang überhaupt zu erwähnen, ist für mich unmöglich. Im Cochemer Modell wurde das versucht und wohl auch zeitweise erfolgreich umgesetzt. Um Strategien des Unterlaufens von getroffenen Vereinbarungen zu unterbinden, müssen diese Vereinbarungen und Entscheidungen auch wirksam gegen Manipulationen abgesichert werden.

Insgesamt sollten Gerichte das Verfahrensrecht ernster nehmen müssen. Das geht auch nur über den Weg der Verantwortung und Haftung. Das ist sicher so, aber nicht selten erzeugt auch sanfter Druck in dem Alter oft noch eine Verhärtung der eigenen Position.

Da fehlt mir einfach der Optimismus, aber die Zukunft wird es dann zeigen.

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